EUROPA IN DEN NEUEN KALTEN KRIEG VERWICKELT

Das Schicksal des alten Konstantinopels für Europa?

Die USA verfolgen dieselbe Strategie, die Rom im Mittelalter verfolgte und die zum Schisma von 1054 führte, das den Westen in Katholizismus und Orthodoxie spaltete.

Diese Strategie, die einerseits zur Behauptung von West- und Osteuropa und des Islams (Osmanisches Reich) beitrug, kam auch in der protestantischen Reform zum Ausdruck (säkulare und religiöse Macht: Bildung europäischer säkularer Staaten) und manifestiert sich im aktuellen Kampf zwischen liberalen kapitalistischen und sozialistischen Ländern (ein gemeinsamer Faktor bleibt: der ideologische Kampf um die Wahrheit als Besitz).

Der ukrainische Nationalismus, die Hegemonie Russlands und der Vereinigten Staaten bedrohen die Bildung von Vereinigungen, die nicht die beste Entwicklung der Völker fördern…

Wir haben gerade eine Zeit erlebt, in der die USA ein Segen für Europa waren, aber jetzt bewegen wir uns auf eine neue Ära zu, in der die Vereinigten Staaten zu einer großen Gefahr werden können. Ein Europa, in dem sich der Pluralismus durchgesetzt hat, sollte sich zu Wort melden und bekräftigen, dass wir einen historischen Moment erreicht haben, in dem der Unilateralismus endgültig überwunden sein soll und einer Zusammenarbeit mit den verschiedenen regionalen Autonomien Platz machen muss, die weltweit pluri-Einflüsse und pluridependenzen ermöglichen…

Europa seinerseits verpasst unter Mitwirkung Deutschlands die Chance, der Faktor der Kontinuität im Wandel zu sein, indem es keine eigene Initiative ergreift; indem es sich mit der amerikanischen Nato identifiziert, läuft es Gefahr, Europa im Laufe der Geschichte zu einer bloßen amerikanischen Region in Eurasien zu machen…

Wenn sich Europa nicht von den Befehlen Washingtons löst, deutet alles darauf hin, dass es das gleiche Schicksal wie Konstantinopel erleiden wird. Es ist fatal, dass ein Europa, das die Wiege so vieler Subkulturen war, nun auf seine angelsächsische Subkultur reduziert wird.

Das Fatale daran ist, dass dies zu einem Zeitpunkt in der Geschichte geschieht, an dem die Hegemonie und der Niedergang der Vereinigten Staaten zusammenfallen (weder ist Europa geopolitisch auf der richtigen Höhe, noch sind die USA klar genug, um ihre einzigartige globale Chance zu erkennen, Amerika mit den Augen der Welt sehen zu können!

António da Cunha Duarte Justo

Vollständiger Text und Anmerkungen unter Pegadas do Tempo: https://antonio-justo.eu/?p=7962

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