ADVENT IST DIE ZEIT DAZWISCHEN – ES IST UNSERE ZEIT

Der Advent ist unsere Zeit der Reise zur Krippe, zur Grotte des Herzens. Es ist eine Zeit auf der Suche nach Wärme und Licht!

Als ich 12 Jahre alt war, sah ich in meinem Heimatdorf in Nordportugal eine Kartoffel unter einem ausrangierten Holzbett, die überdimensionale Triebe hatte, welche sich auf der Suche nach Licht ausstreckten; ich war fasziniert davon und hatte den Eindruck, dass die Kartoffel ihre Arme auf der Suche nach Freiheit ausbreitete. Der Raum war dunkel, und das wenige Licht kam nur durch die Risse der Tür!

Ich denke, dass diese Erfahrung ein wichtiger Schritt in meinem Erwachen zum Leben und Denken war.

Wir sind nicht nur Natur und Materie, sondern mit Bewusstsein begabt. Die Natur sucht das Licht der Sonne, und wir, als ihre Krone, suchen das geistige Licht, das im Innern, in der Grotte verborgen ist. Wir alle leben in der Wanderschaft zwischen der Kälte des Verstandes und der Wärme des Herzens, zwischen der Dunkelheit der Materie und dem Licht von Gottes Geist.

Wir brauchen Menschen, Rituale, Analogien, Impulse, die uns helfen, die Dunkelheit des „Winters“ zu überwinden, die immer wieder über uns hereinbricht. Die Jahreszeiten sind auch eine gute Analogie für unser leibliches, seelisches und geistiges Leben.

Der Advent weist auf die Ankunft, auf Weihnachten hin; es ist eine Zeit zwischen Warten und Hoffnung. Liturgisch gesehen ist die Zeit des Wartens – die Zeit der Schwangerschaft – die bis zur Geburt reicht.

Weihnachten findet heute und immer in der Grotte des Herzens statt, wo sich der Eine, der ist, der war und der kommt, offenbart. Jesus wurde nicht in einem Tempel oder in einem Parlament geboren, er wurde und wird in einer Höhle der Erde geboren. Die Höhle ist jungfräulich und offen für alles und jeden. Darin können sich Arme und Reiche finden, Gläubige und Skeptiker, jeder Mensch guten Willens, der offen und bereit ist, sich überraschen zu lassen, um der Kreativität eine Chance zu geben.

Ich schließe mit der Schilderung einer Begebenheit, die mir ein alter Freund, (Pater A. Gonçalves), erzählte: In einer Stadt schaute ein Junge in das Schaufenster eines Schuhgeschäftes. Eine Dame blieb neben ihm stehen. Sie sprach mit ihm und erfuhr, dass er sich ein bestimmtes Paar Schuhe, das er gesehen hat, wünschte. Sie ging ins Geschäft und kaufte dem Jungen das Paar Schuhe… Dann machte sie sich auf den Weg. Der Junge lief ihr nach, zog sie am Gewand und fragte: „Bist du die Frau Gottes?“ Der Junge hatte verstanden, was Gott ist und was ein Mensch ist.

Ein Guten Advent

António da Cunha Duarte Justo

Pegadas do Tempo

Werbung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: