Der IS geht zurück in die Zeit Mohammeds

10. Januar 2016

Wenn man weiß, dass die Heere von Mohammed genauso handelten wie der IS heute, dann sieht man, dass die Wurzeln des Islam völlig anders sind als die anderer Religionen, z. B. des Christentums. Was der IS macht, ist nichts anderes als ein nostalgisches Zurückgehen in die Zeit des Mohammed, der mit seinem Heer die „ungläubigen“ männlichen Feinde ebenfalls ermordete und enthauptete und die Frauen als Sex-Sklavinnen nahm. (Es gibt im Koran 27 Aufforderungen zum Töten, zwei davon zum Enthaupten.)

Mohammed hat sogar einmal einen jüdischen Stamm, der sich ergeben hat, noch niedergemetzelt, d.h. die Männer ermordet und die Frauen in Besitz genommen. Auch der IS zwingt Andersgläubige das islamische Glaubensbekenntnis aufzusagen und droht ihnen mit Ermordung oder Ermordung ihrer Kinder, wenn sie es nicht können. Sagen sie es jedoch auf, werden sie oder ihre Kinder oftmals trotzdem getötet.

Die Jüdin Safiyya aus dem Stamm der Juden, die sich ergeben hatten, nahm Mohammed sich zur Frau, nachdem er deren Mann und Bruder am selben Tag ermordet hatte. Dass es sich bei dieser „Heirat“ um eine Vergewaltigung handelte, liegt auf der Hand.

Der Islamwissenschaftler Dr. Hamed Abdel-Samad schreibt in seinem Buch „Mohamed – eine Abrechnung“, dass der Islam im 7. Jahrhundert auch deswegen so hoch kommen konnte, da den Kämpfern Frauen als Kriegsbeute versprochen wurden, d.h. die Männer und Väter wurden getötet und deren Frauen und Kinder versklavt. Der Koran an sich beeindruckte damals fast niemanden, sondern stieß die Menschen eher ab. Deshalb ging Mohammed mit Gewalt vor und schreckte auch nicht davor zurück, Verbrecherbanden mit in sein Heer einzubeziehen. Der Koran war also nicht die Anziehungskraft für die Kämpfer der damaligen Zeit, sondern andere Anreize: die Frauen, der Besitz der Besiegten und die Macht.

Und wer Pech hatte und im Kampf starb, wurde mit 72 Jungfrauen belohnt, die wiederum jeweils 70 Dienerinnen haben, also insgesamt 5040 Frauen für jeden einzelnen Kämpfer: das Paradies als ein „himmlisches Bordell“, wie Hamed Abdel-Samad schreibt, von Gott ist im Paradies keine Spur. (Das Paradies für Frauen: sie stehen den Männern unbegrenzt zur Verfügung.) Islamwissenschaftler sind sich auch ziemlich einig darin, dass der Islam nach Mohammeds Tod nur überlebt hat, weil Abtrünnige hingerichtet wurden. Und da der Mann die Religion automatisch an sein Kind weitergibt, dieses Kind sich aber nicht vom Islam lösen kann, konnte er sich nur immer mehr ausbreiten.

Wenn im 7. Jahrhundert das Versprechen auf zahllose Frauen als Kriegsbeute und das tatsächliche Übergeben dieser Frauen an die Kämpfer den Islam damals schon so stark machten, ebenso die Verkäufe der restlichen „erbeuteten“ Frauen als Sklavinnen mit entsprechenden Geldgewinnen, dann sieht man, wie tief die Frauenverachtung im Islam sitzt und wie diese Entwertung der Frau dem Islam zu seiner hohen Anzahl an Kämpfern und zu Geldmitteln verhalf. Der Unterschied zum IS: der IS verkauft jessidische, christliche und schiitische gefangene Frauen mit Nummerierung im Internet. Diese technischen Vorteile hatte Mohammed noch nicht. Diese entführten Frauen werden täglich Dutzende Male vergewaltigt und dann als „unrein“ und „unbrauchbar“ betrachtet, weshalb sie verkauft werden können. Außerdem finanziert sich der IS wie im 7. Jahrhundert auch und mehr noch durch die materielle Beute seiner Eroberungen.

Dass Andersgläubige gekreuzigt werden dürfen, ist im Koran niedergelegt: „Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden.“ (Sure 5, 33–34). Auch die Enthauptung wird geboten: „Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt; dann schnüret die Bande“ (Sure 47, 4-5).
Die Basis der Entstehung des Islam und des IS ist also: Mord, Versklavung und Raub. Zwischen der Entstehungszeit und dem Aufkommen des IS liegen fast 1400 Jahre, in denen sich der Islam durch das Schüren von Angst halten konnte und heute sage und schreibe 1 ½ Milliarden Gläubige zählt.
Was wäre gewesen, wenn Hitler sein Buch als Gottesoffenbarung bezeichnet hätte und es Millionen von Gläubigen gäbe? Müssten wir dann auch Respekt haben vor „Mein Kampf“?
António da Cunha Duarte Justo

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Herausgabe von Hitlers Hetzwerk „Mein Kampf“ mit 3.500 Anmerkungen

18. Dezember 2015

Sorge um Jugendgefährdung
Anfang 2016 wird die Herausgabe von Hitlers Hetzwerk „Mein Kampf“ mit 3.500 Anmerkungen wieder freigegeben, um Jugendliche gegen NS-Gedankengut zu schützen. Andererseits darf hierzulande der Koran mit seinen 27 Aufforderungen zum Töten von Nicht-Muslimen, mit Anweisungen zur Unterjochung von Frauen, Diskriminierungen von Andersdenkenden und Feindseligkeit gegen Juden ohne jeden Kommentar und ohne Ergänzungen publiziert werden.
Ich bitte Sie, zu bedenken, dass unsere Jugend nicht nur gegen NS-Gedankengut geschützt werden muss, sondern auch gegen religiösen Faschismus, wie er in einem unkommentierten Koran zum Ausdruck kommt. Die Tatsache, dass Faschismus in religiösem Gewand auftritt, ist kein Freibrief. Wer die islamische Geschichte kennt, weiß, dass Mohammed ähnlich vorging wie heute der IS, jedoch auch in den deutschen Medien unantastbar ist. Er sollte aber ebenso beleuchtet werden dürfen wie Hitler, um seine Sogwirkung auf Jugendliche zu vermindern. Die Glaubwürdigkeit von Politik hakt an diesem Punkt, wo keine Sachlichkeit zugelassen wird. Die Politik kann auf diese Weise einem Reform-Islam im Wege stehen.
Politik und Gesellschaft fallen immer weiter auseinander, indem Politiker den Eindruck vermitteln, weniger Einblick in den Koran zu haben als die Bevölkerung und Sachkundige.

António da Cunha Duarte Justo


Standpunkt zum Streik der GDL bei der Bahn

8. November 2014

Bahn und Flugzeugstreiks sollten nur in Abständen von fünf Jahren möglich sein. In den Jahren dazwischen müsste es eine Regelung geben wonach die jährliche Gehaltserhöhung sich nach der Inflationsrate richtet. Somit würden die Interessen von Bediensteten und Kunden gewahrt.
Es fehlt an Verhältnismäßigkeit zwischen dem Schaden der für die Kunden entsteht und dem Gewinn, den sich GDL, die eigentlich dem Kunden dienen sollte, erhofft. Die Erhöhung der Tickets wird dann aber durch den Kunden bezahlt!
Die Opfer die man zahlt für die Freiheit muss im Verhältnis sein zum Sieg und Verlust!
Mit freundlichen Grüßen
António da Cunha Duarte Justo
http://www.antonio-justo


Nächste documenta gleichzeitig in Kassel und in Athen

8. November 2014

Die Intention der documenta-Leitung, die documenta zweigleisig stattfinden zu lassen, heizte eine Diskussion voller Ängste in Kassel an, wie man auch in dem Artikel der HNA “D14 in Athen spaltet Kassel” beobachten kann.

Die Idee, die D14 mit Athen zu teilen, entspricht einem sehr christlichen Anliegen, das eigene mit anderen zu teilen. Es gäbe einen Ausweg, der dem Geist der Documenta entspräche und die Ängste der Kassler beruhigen würde: Die Documenta lässt nur die Finissage der D14 in Athen stattfinden. Das wäre angebracht schon wegen der derzeitigen kulturellen Symbolik: die Krise des Abendlandes.
Der Titel der Endveranstaltung der Documenta könnte lauten: Athen, der Anfang und das Ende einer Zivilisation! Gute Nacht Kassel.
António da Cunha Duarte Justo
http://www.antonio-justo.eu


Burka und Prostitution

13. Februar 2014


Der Ursprung der Burka

Die Burka, eine islamische Kleidung, die das Gesicht und den Körper der Frau völlig bedeckt, hat seinen Ursprung in einem Kult der Gottheit Astarte, die Göttin der Liebe, Fruchtbarkeit und Sexualität im alten Mesopotamien (Phönizien) . Astarte war eine liebevolle, schön, fruchtbar und mütterliche Göttin.

Zu Ehren der Göttin der körperlichen Liebe, mussten sich alle Frauen, ohne Ausnahme, einmal im Jahr in den heiligen Wäldern um den Tempel der Göttin prostituieren.

Um das göttliche Gebot zu erfüllen, haben sich die Frauen der High Society daran gewöhnt, um nicht erkannt zu werden, einen langen Schleier zum Schutz Ihrer Identität zu benutzen.

Auf der Grundlage dieser historischen Herkunft, wollte Mustafa Kemal Atatürk, der Gründer der modernen Türkei (1923 – 1938, im Rahmen der tiefgreifenden und revolutionären politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Reformen, die er im Land einführte, ein für alle der Burka ein Ende setzen und bediente sich eines genialen Tricks, um die damaligen Fundamentalisten zum Schweigen zu bringen.
Er setzte der Burka in der Türkei definitiv ein Ende mit einem einfachen Gesetz, das folgendes bestimmte:
„Mit sofortiger Wirkung haben alle türkischen Frauen das Recht, sich zu kleiden, wie sie wollen, aber alle Prostituierten müssen eine Burka tragen.“
Am nächsten Tag sah in der Türkei niemand mehr eine Frau mit Burka. Dieses Gesetz ist noch in Kraft.
Auch König Solomon hat die Göttin Astarte angebetet und damit gesündigt gegen ihren Gott (1. Könige 11,5). Die Ägypter später gaben ihr den Namen Isis und die griechischen nannten Sie Aphrodite und Hera.
António Justo


ERST RELIGION, DANN STAAT!…

24. September 2012

 

Meinung zum Thema „Innocence of Muslims“ publiziert in der HNA vom 24.11.2012

 

Die Reaktion von Politik und Gesellschaft auf islamischen Terror und Karikaturen von Mohammed ist verwirrend. Man verwendet doppelte Maßstäbe bezüglich Pressefreiheit und Verhalten in der westlichen und islamischen Welt. De facto verschafft sich ein kämpferischer Islam durch Gewalt Respekt und Verständnis.

Gewalt und die damit verbundene Angst bestimmen die Logik der  Meinungen. Als gewichtig wird nicht die Tat selbst gesehen, sondern die möglichen Reaktionen darauf. Die Beliebigkeit der Argumente dafür und dagegen strapaziert jede Vernunft und jeden Freiheitsgedanken.

Es reicht der Fanatismus von „Innocence of Muslims“, um riesige Massen zum Aufstand zu bringen und Verbrecher zu legitimieren, die dafür noch Verständnis bekommen sollen. Es gibt aber unzählige christentumsfeindliche Filme und Kunstwerke, z.B.  hier in Kassel in der „Caricatura“ in einem Werk, wo Gottvater zu Jesus am Kreuz sagt: „Eh du, ich habe deine Mutter gefickt“. Was als Verletzung religiöser Gefühle für Moslems gilt, gilt nicht für Christen. Haben Christen weniger Gefühle oder sind sie zu tolerant? Das Überlegenheitsgefühl der Moslems fordert die Übertragung ihrer Regeln auf nicht-islamische Länder.

Wenn Radikalität zum Maßstab von Wahrnehmung und Urteil wird, dann setzen Politik und Öffentlichkeit damit unterschwellig voraus, dass auch Christen radikal werden müssen, damit sie gehört werden. In der deutschen Öffentlichkeit wird, wer sich kritisch gegenüber islamischen Themen äußert, als radikal abgestempelt; wer das Christentum geschmuddelt, wird als progressiv angesehen.

Die Perversität des Denkens und der Moral ist an die Tagesordnung getreten und die Demokratie auf dem Rückzug. Es scheint zu gelten: Das Recht bekommt, wer den öffentlichen Frieden stört oder sich Lobbys schafft!

António Justo


Junge Menschen werden zur Emigration gezwungen

5. Juni 2012

Portugal: Eitle Eliten

Muttersprachlicher Portugiesisch-Unterricht in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

António Justo
„Im Namen der Wirtschaftskrise wird das Bildungssystem destabilisiert“, klagen Elternvertreter, Schüler und Lehrer überall in Europa und sind gegen die Reduzierung der Schulstunden, die Vergrößerung von heterogenen Klassen sowie gegen die Einführung eines Beitrags für die Anmeldung in den Klassen von muttersprachlichem Portugiesisch-Unterricht in Ausland (EPE).

Dem Beispiel Italiens folgend, erhebt Portugal ab diesem Jahr 120 Euro Schulgebühr im Ausland für die Anmeldung online zum Portugiesisch-Unterricht. Die Anmeldung berechtigt zum Erhalt von Büchern. Die Anmeldung berechtigt zum Erhalt von Büchern. Der Unterricht in der Verantwortung des Landes Hessen ist weiter kostenfrei. So wie sich das Land Hessen
schon lange dieses herkunftssprachlichen Unterrichts entledigen und ihn in die Zuständigkeit der Konsulate transferieren will, will ihn die portugiesische Regierung „in die Obhut
der Gastgeberländer“ geben.

Die eingeführte Maßnahme baut eine Hürde und wird als ungerecht empfunden, weil diese Schulabgabe nur für Schüler der Parallelklassen (= Klassen für muttersprachlichen Unterricht unter Verantwortung ausländischer Staaten) ist, während diejenigen, die ihren Portugiesisch-Unterricht in der regulären Schulplanung des Schulsystems integriert bekommen, nichts bezahlen. Andererseits entschuldigt man sich damit, dass mit der Zeit der Sprachunterricht von Migrantenkindern in die Regelstrukturen der Gastgeberländer integriert werden sollten (unter deutschen Obhut).

Für das Schuljahr 2011/2012 wurden im Juni mehr als 40 Lehrer aus dem Portugiesisch-Unterricht in Ausland (EPE) entfernt. Im Dezember 2012 wurden wieder aufgrund des „Defizits“ 49 Lehrer entfernt, 20 in der Schweiz, 20 in Frankreich und 9 in Spanien. Bis jetzt wurden die unterrichtenden Lehrer in Deutschland nicht von der Maßnahme betroffen, weil große Teile der unterrichtenden Lehrer noch dem deutschen Schulsystem angehören.

Der portugiesische Staatssekretär schätzt, dass die Zahl der Schüler und Schülerinnen des integrierten und parallelen Systems (in Europa) von jetzt 56.000 Schüler/innen auf 50.000 im nächsten Schuljahr zurückgehen werden.

Lehrer und Elternverbände sehen den Unterricht für die Schüler bedroht, die Arbeitsplätze der Lehrer in Gefahr und die Bedeutung der portugiesische Sprache und Kultur im Ausland von den Behörden ignoriert. Sie vermuten in diesen Maßnahmen die Vorbereitung für das Ende des Portugiesisch-Unterrichts in Ausland, da sich mit der Zeit nur Kurse in Städten mit großen Konzentrationen von Portugiesen behaupten können.

Meinem Eindruck nach gibt es bei den maßgebenden Parteien und Gewerkschaften in Portugal eine Art stillschweigendes Interesse, dass der Portugiesisch-Unterricht in die Verantwortung von portugiesischen Vereinen fällt wie es üblich ist außerhalb Europas. Dabei würde der Staat sich auf der Rolle des Unterstützers zurückziehen. Obwohl mehr als fünf Millionen Portugiesen im Ausland leben, und sie einen großen Beitrag zum Ausgleich der portugiesischen Finanzen leisten, herrscht im Mutterland eine starke Neidhaltung gegenüber den Portugiesen der Diaspora.

Portugal ist heute wie in XV. und XVI. Jahrhundert ein spezieller Ausdruck des Zustands von Europa. Damals verwirklichte Portugal als erstes europäisches Land den Geist und die Stärke Europas mit den Entdeckungen, heute bringt Portugal in der Krise die Dekadenz Europas zum Ausdruck im Gegensatz zu aufsteigenden Ländern wie China, Indien und Brasilien.

Die Asymmetrie, die man zwischen Deutschland und Portugal feststellt, liegt auch daran, dass, während die Entscheidung Portugals für die EU eine politische Entscheidung war, für die Kernländer der EU die Entscheidung eine ökonomische war… Der Turbokapitalismus dehnt sich wie die Arme eines Tintenfisches aus und saugt zuerst die Schwachen auf; Portugal als ökonomisch schwaches Mitglied der EU zeigt vorab die Gefahren, die die aggressive Ökonomisierung der Gesellschaft mit sich trägt.

Mit der Schaffung eines ökonomischen „Euro-Landes“, abstrahiert sich der Arbeitsmarkt und gerät in den Fluss des Kapitals, und somit geraten Menschen, Institutionen, Nationen und Demokratien unter den Sog der Zocker des Kapitalmarktes. Die Menschen bewegen sich orientierungslos in der Suche nach besseren Lebensbedingungen. Im Juli 2011 waren 27,2% der Portugiesinnen und Portugiesen unter 25 Jahren ohne Arbeit (EU-Durschnitt 20,7%); (allgemeine Arbeitslosenquote im Portugal: 12,3%). Inzwischen hat sich die Arbeitslosigkeit der Jugend noch mehr verstärkt, so dass immer mehr Portugiesen auswandern. Portugal hat sehr viele gute Hochschulabsolventen, die keinen Platz im Binnenarbeitsmarkt finden. Nachdem die Regierung die arbeitslosen Akademiker und Jungenarbeitslosen zur Auswanderung ermutigte, beobachtet man ein verstärktes Ausbluten der jüngeren Generationen auf dem Lande. Zu bemerken ist, dass die Geburtenrate, schon lange geringer ist als die der Deutschen. (Die Portugiesen sind überall willkommen, weil sie arbeitswillig, angepasst und schon in der zweiten Generation total integriert sind). In Frankreich 11% der Ausländer sind Portugiesen, in Deutschland erreichen sie nicht einmal 2%.

Die Europäische Einigung hatte als Ziel die reine Ökonomisierung der Gesellschaft im Sinne der Wirtschaft der Kernstaaten. So verfolgte Helmut Kohl eine Politik der Begünstigung der Wirtschaftsverbände, damit Deutschland für die europäische Konkurrenz der Partner in der EU vorbereitet ist. Andererseits verringerte Schröder mit der Agenda 2010 die Einnahmen der deutschen Arbeitnehmerschaft, damit Deutschland vorbereitet ist für den globalisierten Markt und somit die Konkurrenz von Billigländern besser verträgt. Der Sockel der Lohnabhängigen in der EU sollte ausgeglichen werden. Die EU exportierte die Krise in die Randgebiete und fördert somit die eigene Exportindustrie auf Kosten der starken Verschuldung dieser Länder, die unvorbereitet und unvernünftig sich in Konsum und im Bau von Prestigeobjekten und Autobahnen verausgabten, anstatt die eigenen Kleinunternehmer zu für die Konkurrenz zu stärken.

Die Autobahnen dienten mehr der Beweglichkeit von Produkten in Europa (Großfirmen) als den Menschen vor Ort. Das Land lebte von kleinen Unternehmen, die die Konkurrenz der Großen nicht Stand hielten. Inzwischen kamen die Chinesen nach Portugal mit Sonderrechten (5 Jahre steuerfrei Gewerbe) und mit ihren billigen Produkten. Die Fischerdörfer, die mit ihren Familienbetrieben vom Fischfang lebten, wanderten noch zahlreicher aus, als die riesigen Industrieschiffe von ausländischen Fischereien in ihre Gewässer kamen. Die erhoffte Steigerung des Tourismus, die Politiker am grünen Tisch vorgesehen haben, blieb aus.

Eine verführbare Staatsverwaltung mit einer eitlen und parasitären politischen Elite trotz des sehr arbeitsamen Volkes schaffte es bis jetzt nicht, ihrem Volk und ihrer Kultur gerecht zu werden. Es ist tragisch zu beobachten, wie qualifizierte menschliche Ressourcen dem Schicksal der Emigration ausgeliefert werden und ein großes Vakuum in der portugiesischen Gesellschaft hinterlassen.

Der Staat folgt blind der Troika und spart überall, aber besonders bei sozialen und kulturellen Ausgaben. Die portugiesischen politischen Eliten haben sich früher an die Engländer und Franzosen angeschmiegt, und heute nehmen sie diese Haltung gegenüber der EU ein ohne Rücksicht auf das Volk. Das Volk hat den Eindruck, von Söldner geleitet zu sein, begleitet von einer Schar der Glücklichen, die sich um den Staat scharen.

Arbeits- und Lebensformen verbündet mit Existenzangst macht auch die Arbeit der Gewerkschaften kompliziert. (Hier muss gesagt werden, dass die Haltung der Gewerkschaften im Süden Europas eher ideologischen als verantwortungsvollen Strategien gegenüber dem eigenen Volk folgen; hier müssten sie von den deutschen Gewerkschaften lernen. Die Söldnermentalität auf der einen Seite und die ideologische auf der anderen sind Laster, die das Bewusstsein und das nachhaltige Wohl des Volks nicht ermöglichen.

Jeder wird sich selber überlassen, nur die großen Arbeitgeber und Banken profitieren. Die Maßnahmen treffen besonders die Lohnabhängigen und kleine Firmen.

Der wirtschaftliche Kolonialismus der angelsächsischen Finanzwelt bringt heute die Nationen in einer Schuldknechtschaft, die alle unverantwortlich macht. Die Fügsamkeit und der große Fleiß der einfachen Leute Portugals werden dazu beitragen, dass die Situation nicht so schnell dem Kollaps erliegt. Die Vergünstigungen öffentlicher Stiftungen, kommunaler Unternehmen, der Verkehr zwischen politischen Ämtern und Business Managern wird aber bleiben in Sinn und Stil der neuen Kolonialherren der “City of London Corporation”. In Portugal wie in Europa arbeiten immer mehr Menschen, um einen Reichen zu ernähren.

António da Cunha Duarte Justo

Zu Person:
Pädagoge und Theologe, verheiratet mit der deutschen Künstlerin Carola Justo, Vater von 4 Kindern. Nach dem Philosophiestudium und dem Referendariat in Portugal, studierte er 4 Jahre Theologie und Sozialpädagogik in Bayern. Von 1980 bis 2012 (Lehrer für Portugiesisch und Ethik) im hessischen Schuldienst; 12 Jahre lang Öffentlichkeitsreferent des Ausländerbeirats Kassel.
Mitbegründer der deutschen Abteilung der Gewerkschaft Lehrer im Ausland (SPE) – Gewerkschaft SPE/FENPROF.
Publizist und Beiratsmitglied des Portugiesischen Konsulats.
Vorstandsmitglied des Kunst und Kulturvereins Baunatal e.V. und Präsident des Vereins „ARCADIA- Arte e Cultura em Diálogo e.V.“, Verein für interkulturellen Austausch in Portugal.

In Zeitschrift der GEW Hessen, Heft 6, Juni 2012